Stöhnen Sie auch jedes Mal genervt auf, wenn Sie Ihre Stromrechnung aus dem Briefkasten fischen? Oder müssen auch Sie am Ende des Jahres jeden Cent zusammenkratzen, weil die Nachzahlung wieder einmal so hoch ausfällt? Deutschlands Strompreise sind, verglichen mit anderen Ländern, immens hoch. Doch woran liegt das? Sind wir Deutschen wirklich solche Vielverbraucher?
Deutschland im Blick
Haushaltgeräte und vor allem auch Unterhaltungselektronik gehören zu den größten Stromfressern. Hierbei sind insbesondere folgende Geräte täglich in Benutzung:
- Geschirrspüler
- Herd
- Kühlschrank
- Fernseher
- Handys und Festnetztelefone
- Computer
Wer hier keine Geräte nach neuesten Energieeffizienz-Standards besitzt, zahlt monatlich Unsummen. Doch wer kann sich schon die teuren Energiespar-Geräte leisten, die im Anschaffungspreis meist das Doppelte oder gar das Dreifache kosten? Sind wir also doch schuld an den hohen Stromkosten oder geht es anderen Ländern auch nicht besser?
Wie läuft das Ganze in anderen Ländern?
An dieser Stelle ist es hilfreich, den Blick auf andere Industrieländer zu richten. Hierbei fällt auf, dass sich der Strompreis nicht nur in Deutschland, sondern auch in einigen anderen Ländern seit 2003 nahezu verdoppelt hat. Hierzu einige Zahlen, die den prozentualen Anstieg von 2003 zu 2008 verdeutlichen:
Italien = + 35,4%
Deutschland = + 67,7%
Großbritannien = +135,9%
USA = + 22,6%
Australien = + 34,2%
Doch was ist der Grund für diesen enormen Anstieg? Und warum fällt er in einigen Ländern größer aus, als in anderen?
Einige Länder, wie Dänemark, USA und China und auch Deutschland setzen sehr stark auf Solar-und Windenergie. Da diese zu den erneuerbaren Energien gehörende Stromversorgung ihren Vorteil aus natürlichen Ressourcen zieht, sinken dadurch auch die Großhandelspreise an der Strombörse, was gleichzeitig geringere Stromkosten für das Land mit sich bringt. Doch egal wie man es dreht und wendet: Strom ist teuer und das nicht nur bei uns in Deutschland.